Omas Nusskranz

Heute hat meine Mama Geburtstag. Sie wird 65. Eine interessante Tatsache, die sich bei uns über die Generationen erstreckt, ist das Alter in dem die Frauen der Familie zum ersten Mal Mutter geworden sind. Meine Oma war 25. Meine Mama ebenfalls … und ich auch. Deshalb ist dieses Jahr ein echtes Jubiläums-Ding, denn: Ich 40, Mama 65, Oma 90. Eine weitere tolle Sache, die sich über die Generationen erhalten hat, ist ein ganz besonderes Kuchen-Rezept: Der Nusskranz.
Heiss und innig geliebt von ausnahmslos ALLEN Familienmitgliedern und schneller aufgegessen, als man gucken kann. Dabei könnte man ihn so gut aufbewahren, denn er schmeckt eigentlich am besten, wenn er ein paar Tage alt ist.
Aber dieses Stadium erlebt er äußerst selten … 😀

Seit ein paar Wochen bin ich jetzt endlich im Besitz des Familienrezeptes. Aber ich gestehe, ich habe mich noch nicht heran gewagt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich ihn auch nur annähernd so hinbekomme wie Oma – oder jetzt Mama. Auch sie hat einige Testläufe gebraucht, bis er so geworden ist wie wir alle ihn aus Omas Küche kennen.
Der Nusskranz auf diesen Bildern ist also ausnahmsweise gar nicht bei mir entstanden, sondern Mama hat ihn quasi „gestellt“ 😉 Trotzdem möchte ich das tolle Rezept heute gern mit euch teilen. Vielleicht wagt sich ja die ein oder andere von euch noch vor mir heran und berichtet mir von ihrem Ergebnis! :-)

Rezept für Omas Nusskranz

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Zutaten für den Teig

  • 300g Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 100g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 2 EL Milch
  • 125g kalte Butter

Zutaten für die Füllung

  • 200g gem. Mandeln
  • 100g Zucker
  • 5 Tropfen Bittermandelöl
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiss
  • 3-4 EL Wasser
  • 1 EL Milch

Zubereitung

Vermische das Weizenmehl mit dem Backpulver und siebe es auf die Arbeitsplatte. Drücke in die Mitte des „Mehl-Hügels“ eine Vertiefung und gib den Zucker, den Vanille-Zucker, 1 Ei und die 2 EL Milch hinein. Diese Masse verarbeitest du jetzt mit einem Teil des Mehls zu einem dicken Brei. Schneide dann die Butter in Stücke, gib sie auf die Masse, bedecke sie mit Mehl und verarbeite von der Mitte aus alle Zutaten zügig zu einem glatten Teig. Wenn er zu sehr klebt, stell ihn einfach eine zeitlang kalt, bevor Du ihn weiter verarbeitest.

Jetzt die Füllung
Verrühre die gemahlenen Nüsse mit dem Zucker, dem Bittermandelöl, 1/2 Eigelb, dem Eiweiß und 3-4 EL Wasser, so dass eine geschmeidige Masse entsteht.

Rolle den Teig jetzt zu einem Rechteck von ca. 35 x 45 cm aus und streiche die Nussmasse darauf. Rolle den Teig jetzt von der längeren Seite her auf, forme ihn als Kranz und lege ihn auf ein gefettetes Backblech.
Verschlage jetzt die andere Hälfte des Eigelb mit 1 EL Milch und Besteiche den Kranz damit. Schneide ihn rundherum in gleichmäßigen Abständen leicht ein und dann geht es ab in den Ofen: ca. 45 Minuten bei ca. 180 – 200° C.

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Vielleicht nehme ich den 1.Adventssonntag ja zum Anlass, auch einen Anlauf zu starten und mich an dieser wunderbaren Leckerei zu versuchen … ich werde berichten :-D.

Startet gesund und gut in die Adventszeit, ihr Lieben!
Und: Mama … HAPPY BIRTHDAY!!!!

Nadine

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2 Kommentare

  1. Dieser Kuchen ist auch in meiner Familie der Klassiker . Meine Mutter hat ihn mir zu jedem Geburtstag gebacken und geschickt. Er heißt in unserer Familie daher „Mutterkuchen“. Und trau dich ruhig; er ist gar nicht so schwer zu backen. Viel Erfolg!
    Gabriele

    • Wie lustig, dass er bei euch auch zur Tradition gehört. Ja, ich glaube auch, am Wochenende muss ich ihn mal testen. 🙂
      Für mich war er bisher immer wie der Heilige Gral, weil Oma das Rezept auch nie rausgerückt hat und immer sagte „ach, das macht man nach Gefühl … so ein richtiges Rezept gibt es gar nicht“ …
      Dankeschön fürs Motivieren! 😉
      Liebe Grüße!
      Nadine

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